von Thomas Wuttke

Um was geht’s?

Welche Faktoren beeinflussen unsere Wahrnehmung und führen zu (unbegründeten) Euphorie und auch zu (unbegründeten) Panik?

Dieser Podcast befasst sich mit der Tendenz zu Wahrnehmungsverzerrungen. Wahrnehmungsverzerrungen bezeichnen unterschiedlich wahrgenommene Situationen von unterschiedlichen Personen oder auch: Zwei Leute blicken auf ein Glas Wasser und für den einen ist das Glas halb leer und für den anderen halb voll. Eine Metrik für unterschiedlich wahrgenommene Sachverhalte ist die Eintrittswahrscheinlichkeit. Wer sich fürchtet und abends durch einen dunklen Wald gehen soll, schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Überfalls ganz anders ein als jemand, der sich darum noch nie Gedanken gemacht hat. Im Projektgeschäft ist die Eintrittswahrscheinlichkeit ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements und daher ist die Kenntnis von Gründen, warum wir als Menschen zu Verzerrungen von Wahrnehmungen neigen, eine sehr nützliche Hilfe bei der Beurteilung unsicherer Situationen.

Im Interview mit Thomas Wuttke ist heute Prof.Dr. Bernd Ankenbrand von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

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Transskript

Bitte beachten: Der nachfolgenden Text dieser Podcastfolge wurde maschinell transkribiert. Bitte verzeihen Sie daher Rechtschreibfehler. Noch beherrscht selbst die beste KI dieser Welt nicht alle badischen Sprachnuancen, gell?

00:00:00
Speaker 1: Hallo Projekt Tambaya Podcast Fan Willkommen zur Folge 91 unseres Projekts Management Podcasts. Mein Name ist Thomas Wuttke. Wir von Wuttke& Team Unterstützen Sie mit Herzblut bei der Verbesserung Ihrer Projekt Kompetenz.

Wir haben aktuell Mitte März, und man kommt an dem Corona Thema natürlich überhaupt nicht vorbei. Nun sind wir kein Newsportal, sondern wollen mit dem Podcast ja auch einen klitzekleinen Beitrag zum Weltfrieden. Na, zumindest bis zu Ihrer Kompetenz Verbesserung leisten.

Unser Thema heute ist deswegen auch Wahrnehmungsverzerrung, wenn wir hier von Wahrnehmungsverzerrung sprechen. Das sind ja auch die umgebenden Faktoren. Was sagt das über uns als Gesellschaft aus, wenn hierzulande das Toilettenpapier knapp wird? In Frankreich dagegen Rotwein und Kondome nicht mehr in den Regalen zu finden sind? Wir leben nicht in unterschiedlichen Welten. Nur jeder hat seine eigene Wirklichkeit. Und im Wort Wirklichkeit ist wirken drin. Wirklichkeit ist meine eigene Wahrheit, die auf mich wirkt. Jetzt mag man vielleicht fragen Wo ist denn die objektive Wahrheit, die ultimative Wahrheit?

Keine Ahnung. Sie kennen doch bestimmt den Film Die Matrix? Unter uns, ich vermute, dass das Ganze nicht nur ein Hollywood-Blockbuster ist, sondern möglicherweise eine Dokumentation. Aber zurück zu unseren kleinen Wahrnehmungsverzerrungen. Wir haben ja auch im Projektgeschäft und im normalen Leben jede Menge Gelegenheiten, die Wirklichkeit individuell zu interpretieren. Dieser Podcast ist ein Annäherungsversuch. Und ich nähere mich dem Thema mit Professor Dr. Bernd Angebrannt von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Würzburg. Bernd ist ein, ja wie soll ich das sagen? Ein Risiko Professor und ich falle gleich mal mit der Tür ins Haus und frage Bernd, was ist denn die eigentliche Bedrohung?

00:02:18
B.A.: Man sollte sich die Frage stellen Wo sind mehr Schaden durch mehr Unheil angerichtet durch den Virus an sich oder durch die Angst vor dem Virus?

00:02:28
T.W.: Woher kommt das? Ich meine, es ist ja Thema eigentlich das allgemein bei der Betrachtung von Unsicherheiten, der Betrachtung, von Risiken. Ja, wo kommt es her?

00:02:39
B.A.: Risiken sind in der Tat schwer einzuschätzen, weil sie aus zwei Komponenten bestehen, nämlich Schaden, Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit und ausbreiten. Wie wahrscheinlich ist, dass so etwas eintritt? Und welchen Schaden das Ganze verursacht? Sind die beiden Komponenten, die das Risiko zu einem Risiko machen? Übrigens bin ich kein alter Grieche, um einmal auf dicke Hose zu machen. Ich hoffe, ich spreche es richtig aus. Wir haben das Wort für Felsen, Klippe, und da kommt der Wortstamm Risiko her. Aber es kann das Boot auch stützen, wenn die Klippe weit weg ist. Wenn die Wahrscheinlichkeit weit weg ist, dann ist es auch ein großes Risiko. Ein Risiko hat zwei aus zwei Komponenten, die wir uns immer verdeutlichen müssen dass es anders zu Wahrscheinlichkeit multipliziert mit Schadensausmaßen.

00:03:36
T.W.: Ich habe gerade den Eindruck, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit irgendwie den Bach runtergeht. Da kommt auf einmal die Eintrittswahrscheinlichkeit, die spielt eine große Rolle. Genau wie umgekehrt bei der Lotterie. Da denke ich ja auch ständig, dass ich der Gewinner bin. Eintrittswahrscheinlichkeit wird da ja irgendwie völlig vernachlässigt.

00:03:56
B.A.: Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist In der Tat das, was wir menschlich entscheiden, schwer einschätzen können.

Chris Rock Einstein aus Kalifornien hat ein Experiment gemacht, Leute eben gefragt Was werden Sie dafür zu zahlen, um schmerzhafte, nicht gefährliche, aber schmerzhafte Elektroschocks zu vermeiden? In haben Sie gesagt Hey, was dazu geführt, dass eine ein prozentige Wahrscheinlichkeit verhüllt ist. Eine andere, haben Sie gefragt Und was bist du dafür bereit, der 99 Prozent Wahrscheinlichkeit zu vermeiden? Also das gleiche schmerzhafte, aber nicht gefährliche Elektroschocks?

Einmal was? Ziemlich sehr neun Prozent bei einem anderen Einsatz sind ziemlich unsicher. Das Faszinierende war der Unterschied von heute, dass Sie bereit waren zu zahlen. Minimal. Die Leute, die mit 99 Prozent Chance vermeiden wollten, waren da ungefähr dabei bereit, zehn Dollar zu zahlen. Und die Leute, die eine ein prozentige Chance, ein prozentige Chance ausließ, waren es bereits sieben Dollar zu zahlen. Recht nahe beieinander. Was eigentlich? Ein Prozent so ein Prozent ist ziemlich unwahrscheinlich. Und so tun wir uns sehr schwer, Risiken einzuschätzen. Und in der Fachwelt sagen wir Wahrscheinlichkeit, Vernachlässigung, umständliches Wort. Aber das ist eine treffende Beschreibung für viele Verzerrungen, wenn es darum geht, Risiken objektiv wahrzunehmen und gesagt umgehend.

00:05:49
T.W.: Im positiven Fall ja, auch dann für die Lotterie

00:05:52
B.A.: Ich weiß, ich mache mir da keine Freunde, denn mit einer Lotterie ist die Eintrittswahrscheinlichkeit hier. Ich habe vier Jungs, und dann mache ich mir dieser Schritt durch. Und dann, wenn wir im Auto sitzen und die Werbung hören, an eins zu 80 Millionen. Dass ein einziger in Deutschland hat die Chance, überhaupt immer etwas zu gewinnen. Jetzt knacken, und trotzdem machen sie die Leute mit. Denn irgendwie ist das eigentlich meine. Daraus nimmt viel auf dem Spiel, steht positiv wie negativ.

00:06:28
B.A.: Setzen wir unsere Rationalität aus? Sehr viel. Stichwort Checkbox. Bei sehr großen Farben, Stichwort Flugzeugabsturz oder Corona scheint eine rationale Betrachtung aus. Wir sind dafür bereit, irrationale Preise zu neuen Aktivitäten in Kauf zu nehmen.

00:06:53
T.W.: Es gibt ja den schönen Vergleich. Der gefährlichste Teil am Fliegen ist die Fahrt im Auto zum Flughafen. Aber natürlich ist ein Flugzeug abstürzt, wenn ich das jetzt mal so martialisch  anschauen geht durch die Presse, der wird tagelang bedient. Und wenn ich mir im Auto im Graben fahre und an einen Baum. Das ist vielleicht der Lokalnachrichten.

00:07:21
B.A.: Ständig, oder genau? Wir müssten eigentlich bei Risiken zwischen zwei Aspekte unterscheiden. Und bei meinen Vorträgen zeige ich nicht immer am Flipchart mit auf. Wir müssen wir unterscheiden zwischen der tatsächlichen Gefahr und der öffentlichen Empörung der Bürger in der Berichterstattung. Darüber gibt es einen anderen Sendern, und die haben so schön visualisiert Terroranschläge, wahnsinnige öffentliche Empörung. In meinen Vorträgen spielen die Leute, wer weiß noch, wo am 11. September 2001 war.

00:07:56
B.A.: Alle Hände. Jeder weiß er. Diese schrecklichen Nachrichten bekommen hat Terroranschlägen, und es tut mir leid. Aber ich bin Wissenschaftler. Deswegen Vertrauen auf Zahlen und vielleicht nicht besonders sympathisch, zumal um jeden einzelnen Toten leid. Aber bei diesem Anschlag 11. September starben 3000 Leute. Jeder Tote ist zu viel. Aber man betrachtet In den Fliegern saßen nur 213 Leute in allen Fliegern zusammen, man 213 Passagiere. In den Monaten nach dem 11. September hatten viele Leute Angst, in die Finger zu steigen, insbesondere in den USA und Russland.

Das wird einfach mal so nie die Fahrensmann vom Ammersee nach München rein. Da geht’s von Los Angeles nach San Diego, nach Washington D.C. Nach Florida. Und dann gibts Untersuchungen dazu, die gezeigt haben, dass in den Monaten nach dem 11. September das Verkehrsaufkommen auf amerikanischen Industrie teilweise rasant nach oben gegangen ist. Die Leute hatten Angst zu fliegen, Angst, eine von den 213 nächsten Toten zu sein. Glücklicherweise gab es keine Terror-Anschlag in Flugzeugen mehr in den USA. Es ist keiner mehr gekommen. Viele Leute haben Angst, in den Flieger zu steigen. Und mit dem enormen Anstieg Verkehrsaufkommen sind auch die Verkehrsaufkommen auf amerikanische Interstate rasant angestiegen.

Forscher aus Berlin hat die Statistiker deswegen seit zirka tausend fünf hundert fünf und sechzig tausend sechs hundert Zinsertrag und 600 Leute starben zusätzlich in den Monaten nach dem elften September. Weil sie Angst hatten, in den Flieger zu steigen und sich selber gedacht haben, muss es für mich sicherer. Ich setzte mich über Steuer und vereidigen die Cross Country durch. Dies hat leider ganz konkrete, ganz schmerzhafte, ganz tödliche Konsequenzen. In dem Fall, statt in den Flieger zu steigen, was viel sicherer ist die Fahrt zum Flughafen.

Das Gefährlichste sind viele Leute in den USA nicht in die Flieger gestiegen, sondern Cross Country. Das Verkehrsaufkommen ist gestiegen, und 1619, kann man spricht, sind zusätzlich gestorben.

00:10:21
T.W.: Aber das ist schon sehr interessant. Auf deine Frage hin muss ich jetzt auch zugeben Wo warst du am 11. September? Ich kann dir genau sagen, wo ich war. Ich weiß genau, wie das passiert ist. Das heißt, ich habe dann auch eine neuronale Verbindung aufgebaut. Ich kann das genau nochmal beschreiben. Die Szene Es war warm an dem, so warm an dem Tag, das weiß ich noch in Karlsruhe. Und bedeutet das, dass ich dann aber auch die Eintrittswahrscheinlichkeit verändert?

Je größer das Licht der Aufmerksamkeit in dem Moment auf dieses Ereignis scheint,

B.A.: Ja, die Verfügbarkeit, sodass sich die andere Wahrscheinlichkeit verändert, nicht die wahrgenommene Eintrittswahrscheinlichkeit und das, was für uns verfügbar ist, das sind wir uns auch auf der einen Seite eine natürliche Schutzmechanismus. Wie würden wir durchdringendes, wenn wir jedes Mal ins Auto steigen würden? Und zur Gefahr am Bewusstsein wurde vielleicht auch eine Presse gelesen als unwahrscheinlich. Erfolg, dass auch super ist gefeiert, dass in Deutschland nur noch 3000 Prozentsätzen sind. 24 glaube ich nicht fest. Aber um die 3000 Verkehrstote im letzten Jahr hat Rekord Rekord niedrig. Trotzdem sind 3000 Tote im Verkehr, und da spricht keiner drüber, und keiner hat mächtig Panik, ins Auto zu steigen oder irgendwo aufs Fahrrad zu setzen. Mit diesem Risiko umzugehen, sondern etwas Neues kommt. Stichwort Terroranschläge im Flugzeug hatte keiner für möglich gehalten.

00:11:47
T.W.: Aber du hast es gerade eben gesagt Wahrnehmungsverzerrungen helfen uns. Ich meine, es war zwar von der positiven Seite her, wenn ich jetzt ins Auto einsteige und mir jedes Mal darüber bewusst werde, dass der 3000 Verkehrstote pro Jahr feiern die nochmal? Weil es ja, ich kann mich noch erinnern. Vor vielen Jahren waren das, glaub ich mal, fünfstellige Zahlen. Wir haben das schon gemacht, aber trotzdem 3000 sind 3000. Das sind jetzt 10 am Tag, mindestens statistisch gut. Du bist Wissenschaftler, habe ich gelernt. Das ist etwas genauer rechnen aber. In der Größenordnung von 10 am Tag, wo wir das sagen so what? Mich wirds schon nicht treffen. Ich brauche diese Wahrnehmungsverzerrungen offensichtlich auch, um zu überleben.

00:12:25
B.A.: Das ist ja was Positives macht Hinsichten des Alltags erträglicher. Aber es lenkt dann von den wirklich gefährlichen Todesursachen Perspektive. Es ist ein Vielfaches wahrscheinlicher und Herz-Kreislauf-Krankheiten zu sterben, zu sterben, wenn wir nicht gesund leben wollen, damit nichts Schutzmasken zu kaufen.

00:12:52
B.A.: Aber es ist eben auch in anderen Bereichen ebenso auf andere Bereiche zu lenken. Stichworte Risiko, Betrachtungen, Risiken. Um Streit zu vermeiden oder im zu Hause zu vermeiden. Die Verfügbarkeit Heuristik. Auch Ursache vieler Streits. Kollegen haben Experimente gemacht, wo sie Ehepartner gefragt haben, wieviel Prozent der anfallenden Arbeit im Haushalt von Spülmaschine einräumen. Stecken bis hin zu Steuererklärungen, vorbereiten bis hin zum machen alle das gesamte Spektrum. Was im Haushalt anfallen, magst du denn da? Hat mir die Ehepartner unabhängig voneinander befragt und Witze gemacht.

#Das Ergebnis dieser beiden Aussagen war immer über hundert Prozent. Jeder hat sogar 75 Prozent oder 80 Prozent. Aber immer, immer war das Ergebnis über hundert Prozent. Jeder sieht nämlich das, was er selbst gemacht hat. Jeder sieht seine eigenen Aktivitäten und das, was verfügbar ist. Und vor dem Hintergrund auch Stichwort, Projektmanagement. Wir sehen das, was wir machen, prägt, und das ist für uns verfügbar. Und so sehen wir eben auch die Risiken, die nicht verfügbar sind. Schätzen die verfügbaren Risiken viel dramatischer ein als die eben nicht so präsenten, nicht zu verfügbaren

T.W.: Wegen, weil Okey, weil wir ein Problem mit der Eintrittswahrscheinlichkeit haben.

B.A.: Mit Eintrittswahrscheinlichkeit haben wir ja eine normale saisonale Grippe, die ungefähr ein Faktor von 1,3 dieser Verbreitungs Faktor von 1,3 führt dazu, dass nach 1000 Zyklen Leute sich gegenseitig anstecken. Nach fünf Zyklen hat man mit 45 Leute angesteckt.

Auf meiner Webseite bzw. meinen Vorträgen. Und es ist auch schön animiert. Die New York Times habe ich mit übernommen. Die hat es sehr schön mit aufgezeigte ausbreitet. Und wie sich das auch sehr stark verschiebt, bin ich auf der anderen Seite, wenn ich jetzt wahnsinnig in Sicherheit sind. Es ist ungefähr 2,6 2,6 unser Verwaltungsfaktor.

Das heißt Krone verbreitet deutlich schneller konkret statt. Ist einer, der 45 einsteckt, hat man bei Corona eine, der nach fünf Zyklen 368 steckt. Die Ausbreitung von Carmona ist deutlich höher, als wir wissen. 1. Die Ausbreitung von anderen.

00:15:49
T.W.: Ist die Panik berechtigt?

00:15:53
B.A.: Die Ausbreitung betrifft auch nur Stichworte. Die Sterblichkeit ist deutlich geringer als die Sterblichkeit. Ist im Moment eben irgendwas. In normalen saisonalen Grippe. Weit davon entfernt von SARS, weit entfernt von Ebola und sogar weniger.

00:16:21
T.W.: Wenn ich jetzt nochmal zurückkomme auf dieses Thema der Wahrnehmungsverzerrungen es haben ja ein Paar durchgesprochen ist auch ein Beispiel von dem Virus und Lotterie und Straße und Flugverkehr. Wie kann ich mich schützen davor? Was kann ich denn selber tun? Ich selber, ob jetzt als Projektleiter oder als Normalbürger oder als eigene Person. Was kann ich denn tun, damit ich mich vor solchen Wahrnehmungsverzerrungen schütze oder mir selber zumindestens auf die Spur komme?

00:16:51
B.A.: Prospekts zurücktreten und sagen Okay, das kann ich jetzt genommen. Schlimm ist es wirklich. Das ist das Stichwort. Bei einer Krankheit schaden unzuständigkeit wie Menschenkind. Was sind die wirklich dringenden Probleme? Meistens sind es vielleicht nur die wenigsten. Es muss nicht weiter geschoben werden. Für Lay out Fragen vielleicht. Man muss einfach eine Perspektive nehmen. Was sind die wirklichen Risikofaktoren?

Das Zweite ist Muss man sich bewusst sein, dass die meisten Schäden eben nicht eintreten aufgrund von Unwissenheit, sondern auch viel von Ungeschicklichkeit, also eigentlich Ignoranz, sondern die auf die Fehler, die Ungeschicklichkeit machen. Und als Pilot muss ich mich intensiv beschäftigt hatte, wo ich auch meine eigene Arroganz ein bisschen zurechtrücken musste, mich an einem Beispiel erklären 1935 Gabs, ein großer Regierungsauftrag In den USA stehen die neuen Langstreckenbomber zur Auswahl. Mehrere Unternehmen im Rennen und das Unternehmen, das am weitesten zu gewinnen war, wohl der Prototyp von Boeing.

All die vielen, vielen Leuten, die größere Reichweite, größere Nutzlast, ein wahnsinns Flugzeug haben, so blöd sollte es doch mal vorgeführt werden. Und bei dieser Vorführung war dann die gesamte Regierungsmannschaft vertreten. Waren Vertreter da? Das Ding wie die Profi Mühelosen steigen ein und das Ding beschleunigt auf Rollen. MEK Es hebt ab.Und stürzt ab. Was passiert mit dieser Superliga abgestürzt? Die Piloten haben einen Fehler gemacht. Die haben vergessen, die Route von Regelungen zu entfernen. Theroux Regelungen kann eine Innovation der damaligen Zeit haben. Diese Seiten und Höhenruder Querruder, damit die am Boden nicht rum flackern, bolzen. Eingesteckt haben wir diese Bolzen, weil er draus tut. Beides ist steuerbar. Und dann haben die vergessen, die Rohstofflieferungen daraus zu machen.

Mittlerweile sind die Fürdiesen schildert, wie man Fliege hat. Die muss man eben nur herausziehen, bevor man loslegt. Und Bohlen habe es nun geschafft, die Regierungsmannschaft zu überzeugen, dass er den Auftrag bekomme, indem sie versichert haben und Maßnahmen eingeführt haben, dass so etwas nie mehr vorkommt. Was haben Sie erfunden? Die Checkliste, so etwas Banales und Einfaches wie eine Checkliste hat eben jetzt reihenweise geholfen, Leben zu retten. Die Piloten damals haben blöderweise noch keine Checkliste genug, hatten ebenso eine Kleinigkeit vergessen. Deswegen ist es auch schon mal besprochen. Aber ich bin ein Wahnsinn gebaut, um Risiken zu vermeiden. Die meisten Fehler eben nicht aufgrund von Unwissenheit, sondern von Ungeschicklichkeit passieren. Und seitdem mein Riesentalent von Checklisten und am eigenen Leib erfahren, als Hobbypiloten am Anfang gedacht Oh, ich kann das alles nie sein.

Vielleicht ist doch alles im Kopf und so Sachen wie beispielsweise die Fenster. Verriegelung drin habe ich schon vergessen. Dann springt da, wenn im Flug in 3000 Fuß Höhe, Stunde, Fenster auf. Nicht schlimm, erstmal. Aber es macht unglaublichen Schrecken, gerafften Schrecken.

00:20:55
T.W: Okay, super, das Bewusstsein, die Ungeschicklichkeit in Attitude.

00:21:00
B.A.: Aber noch ein Weiter spannen möchte, ist das allergrößte Risiko. Die Maßstäbe des anderen nicht zu verstehen. Wie ich die Welt sie mit der Karte, die ich will, gehe, ist eine andere, die andere verwendet. Und das größte Risiko einander vorbei. Projektmanagement, indem man anders verfolgt. Was sind eigentlich das, was der andere will? Ein Beispiel Ich bin viel in der Bankenwelt unterwegs und unter anderem Studien gemacht zu Service-Qualität und dergleichen. Ein Bekannter hat eine Studie zum Schweizer Banking. Unter anderem gefragt Welchen Service bietet die Bank heute an und?

Diese einfache Frage der drei Gruppen gestellt, nämlich die Kunden von Schweizer Privatbanken. Den Beratern mit Banking Beratern und den Führungskräften von diesen Schweizer Privatbanken. Und die konnten dann ankreuzen. Meine Bank bietet eine Rundumbetreuung an!

Bei Führungskräften haben 50 Prozent gesagt Wir bieten unseren Kunden rund um 300. Kamen nur 43 Prozent gesagt Wir bieten unseren Kunden eine Rundumbetreuung. Und wieviel Prozent der Kunden haben gesagt, Sie bekommen von uns Schweizer Privatbank?

00:22:26
T.W.: Dann lass mich raten. Neunzig?

00:22:29
B.A.: null komma null Prozent der Kunden sagten Wir bekommen eine Rundumbetreuung von unseren Kunden.

Unsere Bank hat offensichtlich die Kunden ein anderes Verständnis von Rundumbetreuung als die Führungskräfte, die sich mit einer anderen Landkarte. Und dieses Risiko hat sich hier manifestiert. Wir laufen mit unterschiedlichen Maßstäben und Landkarten durch die Welt und sind uns gar nicht bewusst, dass sie so extrem unterschiedliche Maßstäbe haben, so unterschiedliche Wahrnehmungen haben und glauben, dass man eigentlich schon in der fünften, sechsten Klasse lernte Stichwort Geografie.

Wenn wir durch die Welt reisen, brauchen wir Landkarten. Unsere Erde ist aber eine Kugel, die Problematik. Wir brauchen auf dem Schiff, aber auch im Flieger gebrauchen eine zweidimensionale Abbildung unserer dreidimensionalen. Ich mache es mir gerne. Ein Beispiel, wo ich mich gerade im Anguckt und Länder miteinander vergleicht, beispielsweise Grönland und Afrika. Google-Maps gehen oder kann auf noch besser truesice.org gehen und kann dort nachgucken. Wie groß ist Grönland? Und wie groß ist Afrika? Welche Fläche Finnland und welche Fläche belegt Afrika? Nicht nur die Karte angucken, gern auch im Vortrag und immer frappierend. Ich schätze die meisten die Forderung. Verschmutzen Sie auch die Flächen von Grönland ist nur 2,2 Millionen Quadratkilometer, die Fläche von Afrika dreißig komma zwei Millionen Quadratmeter. Auf der Landkarte sind Sie aber ungefähr gleich groß. So ist das verkehrt. Nein, hat es nicht verkehrt.

Unsere Landkarte ist eben Winkel getreu, aber nicht getreu. Also, wenn ich eine Karte von der Dreitägiges ein Objekt mache, bin ich Schlachtross.

Entweder sterbe ich den Tod. Das Ganze nicht Winkl Getreues Das ist mir ziemlich doof, wenn ich ihn navigieren will. Damit, weil die Winkende in echt sein müssen auch die richtigen Winkel auf der Karte sein. Also ich brauche eine Wintergetreide, kann ich meine mittige Troika nicht lassen.

Getreu Eine Polis ist verzerrt, Pole ist größer als der äquator, wird gestaucht. Bin ich in viele andere Menschen mit einer verzerrten Landkarte durch die Welt und glauben, meine Karte ist sowohl Flächen als auch Winkel getreu, ist aber nötig. Sie kann entweder oder sein. Und so laufen wir mit Karten durchs Leben. Immer glauben meine Karte, meine Meinung, mein Projekt. Verständnis ist das Richtige, meinen. Meine Zielvorgaben sind die entscheidenden. Jemand anders hat eine andere Landkarte im Kopf und die Landkarte des anderen nicht zu kennen. : Das absolut größte Risiko

00:25:34
T.W.: Dem möchte ich gar nichts mehr hinzufügen. Vielen Dank. Und ja, ich wünsch dir alles Gute. Wenig Eintrittswahrscheinlichkeit auf die Bedrohungen, Eintrittswahrscheinlichkeit und auf die Chancen perfekt.

00:25:49
B.A.: Danke, ciao

00:26:00
Speaker 1: Das war der Projekt Tambaya Podcast. Alle Folgen und weitere Informationen finden Sie unter wuttke.team/podcast. Vielen Dank fürs Zuhören. Auf Wiederhören!

Über Projektmanagementpodcast.com

projektmanagementpodcast.com entstand aus dem Podcast von Wuttke&Team. Zunächst nur als kleines Hörspiel zwischen dem Abteilungsleiter König und dem Projektleiter Stein, die sich immer wieder in den langen Gängen der Pfefferminzia-Versicherung treffen und über das eine oder andere Projektmanagementthema philosophieren. Das war im September 2017.

Später (Ende 2018) wurde daraus der Projekt-Tambaya-Podcast. In diesem Format kamen noch mehr Interviews dazu, aber auch Reflexionen und auch erste Schwerpunktfolgen.

Mitte 2020 ist dann der komplette Podcast auf die Plattform projektmanagementpodcast.com umgezogen. Den Tambaya-Podcast gibt es noch immer, aber nun kamen noch weitere Schwerpunktfolgen dazu.

Unsere Vision

projektmanagementpodcast.com ist der führende Projektmanagementpodcast im deutschsprachigen Raum und ist ein eigenständiges Medienlabel mit unterschiedlichen Formaten und Partnern.

Hören Sie hier die allererste Folge aus dem September 2017

Podcast #091, erstmals veröffentlicht am 18.03.2020

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