PMI und die KI – Standard, Guide, Zertifizierung (239)

PMI und KI
Wie viel Substanz steckt im neuen KI-Standard?

PMI hat sein KI-Portfolio erweitert und hat im April einen neuen Standard für KI herausgebracht. Einen Practice Guide und eine Zertifizierung gab es bereits letztes Jahr. Doch wie hängen die drei zusammen, und lohnt sich der Blick ins Detail?

PMI und KI
Ein Standard mit doppeltem Blick


Im Frühjahr 2026 hat das PMI den „Standard für künstliche Intelligenz im Portfolio-, Programm- und Projektmanagement“ veröffentlicht – rund 260 Seiten stark. Sein zentraler Kniff: KI wird konsequent aus zwei Perspektiven betrachtet – als Werkzeug, das Projektverantwortliche im Alltag unterstützt, und als Liefergegenstand, wenn das Projektergebnis selbst ein KI-System ist. Acht Prinzipien, von strategischem Wert über Risiko bis Datenqualität, bilden das Fundament. Besonders das Prinzip „Mensch in der Schleife“ zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Dokument.

Der Guide als praktisches Gegenstück
Während der Standard das große Ganze beschreibt, liefert der „Guide to Leading and Managing AI Projects“ das Handwerkszeug für einzelne KI-Projekte. Er basiert auf der CPMAI-Methodik, die PMI 2024 mit der Übernahme von Cognilytica erworben hat, und bringt sechs klar strukturierte Phasen mit – von Business Understanding bis Model Operationalization.

Und dann noch die Zertifizierung
Seit 2025 gibt es zudem die Zertifizierung PMI-CPMAI, die exakt die Methodik des Guides prüft. Auffällig: Es gibt keinerlei Zulassungsvoraussetzungen – ein Vorteil für Quereinsteiger, aber auch ein Punkt, über den sich streiten lässt.

Und der EU AI Act?
Besonders spannend für europäische Praktiker: Inhaltlich passt der Standard erstaunlich gut zu den Anforderungen des EU AI Act, der ab August 2026 für Hochrisiko-Systeme greift. Erwähnt wird die Verordnung im Standard aber kaum – eine verpasste Chance.

In dieser Folge ordnet Thomas Wuttke ein, was Standard, Guide und Zertifizierung leisten, wo ihre Grenzen liegen und ob ein Konsens-Dokument bei einer sich rasant entwickelnden Technologie überhaupt zeitgemäß ist.

Selbstmanagement-Impuls:
Erzeugen Sie für sich jeden Tag ein bisschen Outcome.

Quelle: Jürgen Lauber
https://www.linkedin.com/in/j%C3%BCrgen-lauber/

Jeder Tag bietet viel Output, auch ohne mein Zutun. Und die Zahl der Ablenkungen geht ins Unermessliche.

Aber ich habe die Wahl. Entweder im unendlichen Ablenkungs-Sumpf oder Tagesgeschäft zu versinken oder zumindest einen kleinen Teil des Tages in meine Ziele zu investieren.

Dazu brauche ich nur zwei Dinge:

1.: Ich muss mir über meine gewünschten Ziele im Klaren sein.

Und 2.: Ich verwende jeden Tag ungefähr fünf Minuten, um mir die Frage zu beantworten: Was kann ich heute tun, um diesen Zielen wieder einen kleinen Schritt näher zu kommen. Und das macht man oder frau am Besten morgens, ausgeruht und bevor alles losgeht.

Viel Spaß beim Reinhören!

Über Projektmanagementpodcast.com

Diese Projektmanagement-Podcast-Show entstand ursprünglich mal als kleines Hörspiel zwischen dem Abteilungsleiter König und dem Projektleiter Stein, die sich immer wieder in den langen Gängen der Pfefferminzia-Versicherung trafen und über das eine oder andere (Projekt-)managementthema philosophierten. Das tun sie auch noch heute, allerdings nicht mehr ganz so oft. Dafür sind neue Formate entstanden und inzwischen auch den Gängen der Pfefferminzia enteilt.

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Podcast #239, erstmals veröffentlicht am 08.07.2026

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