Denken mit Händen – Mit Legosteinen zum Projekterfolg (240)

Lego
Wie ein Planspiel mit Legosteinen Teams, Planung und Führung sichtbar macht

Was haben bunte Legosteine mit professionellem Projektmanagement zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. In dieser Folge spricht Thomas Wuttke mit Olaf Schweizer, der in Workshops und Vorlesungen ein eigenes Lego-Planspiel einsetzt.

Ein Turm unter Zeitdruck


Mehrere Teams bekommen von Olaf Schweizer als Projektsponsor die Aufgabe, in kurzer Zeit einen möglichst hohen Turm zu bauen. Was folgt, ist wenig überraschend – und trotzdem lehrreich. Unter Zeitdruck konzentrieren sich die meisten Gruppen auf einen einzigen Zielvektor und verlieren andere Anforderungen aus den Augen. Erst die anschließende Reflexion macht sichtbar, was im Eifer des Gefechts untergegangen ist – bevor die Teams ein zweites Mal, diesmal bewusster, bauen.

Der Aha-Moment: Aufgaben wirklich verstehen


Der zentrale Erkenntnisgewinn: Wer schnell vorankommen will, darf nicht einfach loslegen, sondern muss die Aufgabe zuerst richtig verstehen und hinterfragen. Olaf Schweizer zieht die Parallele zur Praxis – etwa zu jenen Projektaufträgen, die auf dem Weg zur Kantine oder im Aufzug in 30 Sekunden vergeben werden. Was dabei oft fehlt, ist eine saubere Projektcharter: Welche Aufgaben, Rechte und Pflichten gibt es? Was sind die Rahmendaten? Wer sind die relevanten Stakeholder?

Planung versus Agilität – ein Scheingegensatz


Ein weiteres Thema ist das vermeintliche Spannungsfeld zwischen klassischer Planung und agilem Arbeiten. Olaf Schweizer widerspricht der These, Planung sei im agilen Umfeld überflüssig geworden – auch Scrum kennt Plannung. Seine Position: Grundlegende Entscheidungen brauchen Planung, während die konkrete Ausgestaltung nah am Nutzer durchaus agil erfolgen kann.

Mehr als ein Spiel: Teamerlebnis und Standing


Neben dem inhaltlichen Lerneffekt entsteht beim gemeinsamen Bauen noch etwas anderes: ein geteiltes Teamerlebnis, das Gruppen schneller zusammenwachsen lässt, sowie ein spürbares Standing für die Person, die durch das Spiel führt.

Ob im Unternehmen, an der Dualen Hochschule oder auf dem PM Summit im November – Olaf Schweizers Fazit ist eindeutig: Manche Erkenntnisse über Planung, Teamdynamik und Kommunikation lassen sich eben besser mit den Händen erarbeiten als nur mit dem Kopf.

Selbstmanagement-Impuls:
Und zwar ein ganz einfacher Tipp, um sich ziemlich schnell ziemlich besser zu fühlen!

Quelle: Jürgen Lauber
https://www.linkedin.com/in/j%C3%BCrgen-lauber/

Schlagen Sie doch der typisch menschlichen Negativ-Dominanz des Gehirns ein Schnippchen.  Diese bei jedem Vorhandene Erinnerungsverzerrung, sorgt dafür, dass Schlechtes bzw. Negatives besser im Gedächtnis kleben bleibt, wie eine Kaugummi am Schuh.

Das Positive neigt dazu, sich zu verflüchtigen.
Es sei denn, Sie halten es fest.

Darum sollten Sie täglich drei positive Dinge in ihrem Leben, in ihrer Arbeit und in ihrem Umfeld aufschreiben. Sich morgens ganz einfach rückerinnern, was gestern gut war. Drei Dinge. Mehr nicht.

Und beim Start in die nächste Woche schauen Sie sich diese Notizen der vergangenen Woche nochmal an. Und erinnern sich nochmal daran. Das beflügelt Sie für jede neue Woche. Versprochen! Nicht weil Sie sich was vormachen, sondern weil Sie die tatsächliche Realität ihres eigenen Lebens systematisch besser wahrnehmen.

Viel Spaß beim Reinhören!

Olaf Schweizer

LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/olaf-schweizer-4745a81a4/

Über Projektmanagementpodcast.com

Diese Projektmanagement-Podcast-Show entstand ursprünglich mal als kleines Hörspiel zwischen dem Abteilungsleiter König und dem Projektleiter Stein, die sich immer wieder in den langen Gängen der Pfefferminzia-Versicherung trafen und über das eine oder andere (Projekt-)managementthema philosophierten. Das tun sie auch noch heute, allerdings nicht mehr ganz so oft. Dafür sind neue Formate entstanden und inzwischen auch den Gängen der Pfefferminzia enteilt.

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Podcast #240, erstmals veröffentlicht am 19.08.2026

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