„Bleib sachlich, lass dich nicht aus der Ruhe bringen – deine Haltung entscheidet, nicht der Ton des anderen.“
In dieser Podcast-Folge sprechen Thomas Wuttke und Angelika Collisi über ein Thema, das viele Projektleiter beschäftigt: die Angst vor der Kommunikation mit dem Topmanagement. Ob cholerische Vorgesetzte, schwierige Nachrichten oder persönliche Angriffe – die Herausforderung ist real. Doch wie kann man solchen Situationen souverän begegnen?

Erwartungen & richtige Vorbereitung
Angelika Collisi, erfahrene Projektleiterin und Coach, bringt Klarheit in die Thematik. Zunächst betont sie, dass die Nervosität vor wichtigen Präsentationen oder Meetings menschlich ist – sogar Führungskräfte haben ähnliche Gefühle in anderen Kontexten. Entscheidend sei, nicht in Panik zu verfallen, sondern vorbereitet und sachlich zu bleiben. Vorbereitung ist dabei das A und O für eine Kommunikation auf Augenhöhe: Stakeholder-Analyse, klare Zielsetzung und Transparenz sind unerlässlich. Je besser man die Erwartungen und Interessen der Führungskräfte kennt, desto leichter fällt es, einen konstruktiven Dialog zu führen.

Die Schlüssel zum Gespräch mit dem Topmanagement
Ein Schlüssel zum Erfolg ist es, das Topmanagement als Menschen zu sehen – nicht nur als „Titel“. Persönliche Angriffe sollten weder persönlich genommen noch emotional beantwortet werden. Stattdessen empfiehlt Collisi, einen psychologischen Schutzschild zu entwickeln: Visualisierungen wie eine Schutzkugel oder mentale Anker können helfen, Ruhe und Selbstvertrauen zu bewahren.
Auch die richtige Präsentationstechnik spielt eine Rolle. Führungskräfte haben wenig Zeit und wünschen sich schnelle, prägnante Informationen. Beginne mit der Überschrift, stelle die wichtigsten Punkte klar dar und gehe nur auf Nachfrage in die Details. So bleibt der Fokus auf der Sache und die Aufmerksamkeit des Publikums erhalten.
Kommunikation auf Augenhöhe – Mut zur Umsetzung
Abschließend bleibt die Botschaft: Kommunikation mit Führungskräften ist eine erlernbare Fähigkeit, die mit Übung und Erfahrung wächst. Mit den richtigen Werkzeugen und einer souveränen Haltung kann jeder Projektleiter auch schwierige Meetings erfolgreich meistern.
Viel Spaß beim Reinhören!
Angelika Collisi
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/angelika-collisi/
Selbsttest „Auf Augenhöhe mit dem Top Management“:
https://pampiloxa.com/de/selbsttest-auf-augenhoehe-mit-dem-top-management/
Website: www.pampiloxa.com

Über Projektmanagementpodcast.com
Diese Projektmanagement-Podcast-Show entstand ursprünglich mal als kleines Hörspiel zwischen dem Abteilungsleiter König und dem Projektleiter Stein, die sich immer wieder in den langen Gängen der Pfefferminzia-Versicherung trafen und über das eine oder andere (Projekt-)managementthema philosophierten. Das tun sie auch noch heute, allerdings nicht mehr ganz so oft. Dafür sind neue Formate entstanden und inzwischen auch den Gängen der Pfefferminzia enteilt.
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Podcast #201, erstmals veröffentlicht am 04.12.2024

Klasse Folge, vielen Dank euch!
Eine Option mit „emotional schwierig reagierenden“ Stakeholder:innen, z.B. Choleriker, umzugehen, fehlte mir noch in eurem Gespräch, welche ich immer wieder als sehr wertvoll erlebe.
Hilfreich ist es, wenn man sich vorbereitend anfeindende Kommentare vorstellt, und erprobt wie man in diesem Moment reagieren möchte. Am besten einige Male üben – ganz allgemein und vielleicht im PM-Team. Fiese Kommentare, typische freche Fragen, Unterbrechungen… Über die Reflexion optimaler Antworten beschäftigt man sich nicht nur intensiv mit Problemcharakteren, sondern übt gleichzeitig seriöse, fachlich orientierte, de-eskalierende Reaktionsmuster.
Das Erlernte bzw. „abgespeicherte“ Verhalten kann in den schwierigen Situationen über die Herausforderungen & die Nervosität helfen, indem die überlegten Antworten reflektiert werden, bzw. im „Fall der Fälle“ – während des Durchatments – abgerufen werden können. Das beruhigt ungemein.
Die Methode funktioniert natürlich besser, wenn der:die schwierige Stakeholder:in bereits bekannt ist bzw. die Inhalte der Konfrontation – umso dedizierter ist es möglich, einer Impuls-Reaktion vorzubeugen bzw. die Situation gemäß der eigenen Werte & Vorstellung zu steuern.