Evidenzbasiertes Management: Warum Output nicht reicht (236)

Was Projektmanagement bezüglich Evidenz von der Medizin lernen kann

Was bedeutet eigentlich Erfolg in der Produktentwicklung? Reicht es aus, wenn ein Projekt pünktlich abgeschlossen wird, alle User Stories umgesetzt sind und das Team sauber nach Plan gearbeitet hat? Oder beginnt die eigentliche Bewertung erst dann, wenn sichtbar wird, ob Kunden das Ergebnis tatsächlich nutzen und davon profitieren?

In dieser Podcastfolge spricht Thomas Wuttke mit Simon Flossmann über das Konzept des evidenzbasierten Managements – ein Ansatz, der einmal durch die Welt der Medizin inspiriert wurde. Dort gilt seit jeher: Eine Lösung ist erst dann erfolgreich, wenn ihre Wirkung – die Evidenznachweisbar ist. Genau diese Denkweise lässt sich auch auf moderne Produkt- und Softwareentwicklung übertragen.

Gemeinsam diskutieren die beiden, warum klassische Fortschrittsmetriken oft zu kurz greifen und weshalb Unternehmen lernen müssen, stärker auf Outcomes statt auf bloßen Output zu schauen. Fertiggestellte Features, abgeschlossene Epics oder sauber eingehaltene Projektpläne liefern zwar Transparenz über die Umsetzung – sie sagen aber noch nichts darüber aus, ob tatsächlich ein Kundenproblem gelöst wurde.

Die vier Perspektiven des Evidence Based Managements


Simon Flossmann erklärt anschaulich die vier Perspektiven des Evidence Based Managements: aktuelle Wertschöpfung, unrealisierter Wert, Time-to-Market und Innovationsfähigkeit. Dabei wird deutlich, wie schwierig – aber gleichzeitig entscheidend – es ist, echte Wirkung messbar zu machen.

Anhand konkreter Beispiele sprechen die beiden darüber, warum viele Projekte zwar technisch erfolgreich umgesetzt werden, am Markt jedoch scheitern. Besonders spannend wird die Diskussion beim Thema künstliche Intelligenz und Chatbots: Wann erzeugt eine neue Funktion tatsächlich Nutzen – und wann bleibt sie lediglich ein teures Prestigeprojekt?

Die Folge zeigt eindrucksvoll, warum moderne Produktentwicklung weniger von Methodenreligionen abhängt, sondern vielmehr von der Fähigkeit, Wirkung frühzeitig zu erkennen, aus Fehlern zu lernen und mutige Entscheidungen zu treffen.

Eine Episode über Lernen, Zielsetzung, Outcome-Metriken und die unbequeme Wahrheit hinter erfolgreichem Projektmanagement.

Cybersecurity
Selbstmanagement-Impuls:
Erzeugen Sie für sich jeden Tag ein bisschen Outcome.

Quelle: Jürgen Lauber
https://www.linkedin.com/in/j%C3%BCrgen-lauber/

Jeder Tag bietet viel Output, auch ohne mein Zutun. Und die Zahl der Ablenkungen geht ins Unermessliche.

Aber ich habe die Wahl. Entweder im unendlichen Ablenkungs-Sumpf oder Tagesgeschäft zu versinken oder zumindest einen kleinen Teil des Tages in meine Ziele zu investieren.

Dazu brauche ich nur zwei Dinge:

1.: Ich muss mir über meine gewünschten Ziele im Klaren sein.

Und 2.: Ich verwende jeden Tag ungefähr fünf Minuten, um mir die Frage zu beantworten: Was kann ich heute tun, um diesen Zielen wieder einen kleinen Schritt näher zu kommen. Und das macht man oder frau am Besten morgens, ausgeruht und bevor alles losgeht.

Viel Spaß beim Reinhören!

Simon Flossmann


LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/simonflossmann/

Über Projektmanagementpodcast.com

Diese Projektmanagement-Podcast-Show entstand ursprünglich mal als kleines Hörspiel zwischen dem Abteilungsleiter König und dem Projektleiter Stein, die sich immer wieder in den langen Gängen der Pfefferminzia-Versicherung trafen und über das eine oder andere (Projekt-)managementthema philosophierten. Das tun sie auch noch heute, allerdings nicht mehr ganz so oft. Dafür sind neue Formate entstanden und inzwischen auch den Gängen der Pfefferminzia enteilt.

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Podcast #236, erstmals veröffentlicht am 27.05.2026

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