CPMAI Zertifizierung im Realitätscheck: schwerer als der PMP? (242)

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Was CPMAI von Kandidatinnen und Kandidaten wirklich verlangt – und was nicht

Wer heute von KI-Trainings und -Zertifizierungen spricht, meint meistens Prompting-Kurse oder Tool-Schulungen. CPMAI ist etwas anderes: eine Zertifizierung des PMI, die das Management von KI-Projekten selbst in den Blick nimmt – nicht die Anwendung von KI im eigenen Projektalltag.

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CPMAI – Certified Professional in Managing AI


Markus Kopko ist seit Kurzem akkreditierter CPMAI-Trainer – Grund genug, ihn zu fragen, was diese neue Zertifizierung eigentlich bedeutet. Der größte Unterschied zu klassischen Projekten liegt laut Kopko in der Datengrundlage: Rund 80 Prozent von Aufwand, Zeit und Dauer eines KI-Projekts entfallen auf Daten und Datenqualität. Anders als bei einem nicht ganz sauberen Datenfeld in einer CRM-Einführung führt ein Fehler in der Datengrundlage bei KI-Projekten direkt zu schlechtem Modell-Output. Der methodische Ursprung dieses Ansatzes liegt in CRISP-DM, also in der Softwareentwicklungs- und Data-Mining-Welt.

Ein Phasenmodell, wo PMI sonst offenlässt


Während der PMBOK Guide bewusst kein Phasenmodell propagiert (und auch noch nie gemacht hat), um branchenübergreifend flexibel zu bleiben, gibt CPMAI ein klar definiertes, branchenunabhängiges Phasenmodell mit durchdeklinierten Stage Gates vor – vergleichbar eher mit PRINCE2. Die erste Phase ist immer Business Understanding: Welches Geschäftsproblem soll gelöst werden, und ist KI dafür überhaupt die richtige Lösung? Wichtig ist Kopko die Abgrenzung: Das Modell ist explizit hoch iterativ, nicht Wasserfall. An den Stage Gates lässt sich jederzeit erkennen, dass man noch nicht so weit ist oder das Geschäftsproblem falsch verstanden wurde – und dann geht es zurück, ohne dass das als Fehler gilt.

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Die fehlende Eingangsvoraussetzung


Kritisch wird gesehen, dass es für den CPMAI keinerlei Eingangsvoraussetzungen gibt. Selbst komplette Projektmanagement-Quereinsteiger könnten sich zur Prüfung anmelden, obwohl CPMAI kein Projektmanagement lehrt, sondern es voraussetzt. Seine klare Empfehlung: mindestens Grundlagenwissen auf CAPM-Niveau, bevor man sich an CPMAI wagt. Besser natürlich ein PMP.

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Wie schwer ist die Prüfung wirklich?


Kopkos Fazit: mindestens so anspruchsvoll wie die PMP-Prüfung, gefühlt eher noch ein Ticken mehr. Technisches KI-Expertenwissen ist nicht nötig, wohl aber Kenntnis grundlegender Algorithmen und ihrer typischen Einsatzgebiete. Zur Vorbereitung gibt es On-Demand-Training, den PMI Practice Guide und den seit Juni 2026 existierenden neuen PMI-Standard zu KI.

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Selbstmanagement-Impuls:
ToDo-Management-Better

Quelle:
https://www.smoffen.ch/todo-management-better

ToDo-Better Tagesplan

Mache für jeden Tag einen eigenen ToDo-Zettel, auf dem Du kurz, in Form einer ToDo-Liste formulierst und schreibst, was sein soll. Du hältst so selbstverbindlich fest, was Du heute verfolgen und auch gegen allen Druck, Verlockungen und Verwirrung des Arbeitsalltags erreichen willst. Du setzt Dir in den Kopf, was sein soll.

Da kein Tag voraussehbar und immer voller Überraschungen ist, signalisierst Du Dir beim Erstellen der Tages-ToDo-Liste visuell, welches der Tages-ToDos für den laufenden Tag zeitkritisch sind oder nicht. Das nimmt den Druck weg und fokussiert Dich, wenn es eng wird, auf das Wesentliche, d. h. die Tages-ToDos, bei denen ein materieller oder immaterieller Schaden entstehen würde, wenn Du heute nichts dafür machst. Kannst Du ein Tages-ToDo auch noch morgen oder später machen, ist es ein nicht zeitkritisches Tages-ToDo.

Drei Klassen von ToDos des Vortages | Mit Postfix versehen

Führe Dir früh am Morgen, bevor Du den Tag planst, also bevor Du an die Arbeit gehst, Deine ToDos vom Vortag vor Augen. Lass Dir kurz für jedes ToDo durch den Kopf gehen, was damit war und wie Du mit Deiner eigenen Arbeitsanweisung in Form der ToDos umgegangen bist. Jedem ToDo weist Du eine von drei Klassen zu und signalisierst das in Form eines Postfix-Symbols.

Klasse 1: ToDo abgeschlossen, Ziel erreicht = OK-Haken
Klasse 2: ToDo bearbeitet, war dran = O-Kreis
Klasse 3: ToDo liegen lassen. Nichts dafür gemacht = X-Buchstabe

Während Du das Postfix-Symbol hinter die ToDo-Beschreibung setzt, wirst Du Dich erinnern, was Du gestern alles geschafft hast. Das ist immer mehr, als Dir ohne Tages-ToDo-Liste bewusst ist. Das motiviert. Bei den ToDos, an denen Du dran warst, überlegst Du automatisch, was noch dafür zu tun bleibt und auf welchen Tages-ToDo-Plan oder auf welche Wiedervorlage Du das setzen möchtest. Für ToDos, die keine Aufmerksamkeit und keine Zeit von Dir bekommen haben, entscheidest Du, ob es Sinn ergibt, sie in einem künftigen Tages-ToDo-Plan zu platzieren. Da diese Abwägungen und Entscheidungen früh am Morgen in Ruhe erfolgen, machst Du weniger Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen als schon ermüdet im späteren Tagesverlauf aus dem Trubel des Tagesgeschäfts heraus. Die Erfahrung zeigt, dass für den beschriebenen ToDo-Review 5 Minuten ausreichend sind. Das sind die 5 Minuten des Tages, die einen wesentlichen Unterschied machen, wie Du Dich fühlst und wie zuverlässig Du bist.

Viel Spaß beim Reinhören!

Schauen Sie auch in unsere Übungsmöglichkeit für Projektumgebungen rein: swiy.co/pmdojo

Markus Kopko

LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/markuskleinpmp/

Über Projektmanagementpodcast.com

Diese Projektmanagement-Podcast-Show entstand ursprünglich mal als kleines Hörspiel zwischen dem Abteilungsleiter König und dem Projektleiter Stein, die sich immer wieder in den langen Gängen der Pfefferminzia-Versicherung trafen und über das eine oder andere (Projekt-)managementthema philosophierten. Das tun sie auch noch heute, allerdings nicht mehr ganz so oft. Dafür sind neue Formate entstanden und inzwischen auch den Gängen der Pfefferminzia enteilt.

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Podcast #242, erstmals veröffentlicht am 16.09.2026

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